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Ambros covert Radiohead! Sein neues Album "190352" erscheint am 20.04.2012

Posted by admin (admin) on 19.04.2012 at 06:45
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Ambros covert Radiohead! Sein neues Album "190352" erscheint am 20.04.2012


Im Alter von 60 Jahren den Radiohead Klassiker „No Surprises“ unter dem österreichischen Titel „Ka Überraschung“ veröffentlichen, das kann nur einer: Wolfgang Ambros.


Wolfgang Ambros hat die abenteuerlichste Expedition unternommen, die auf dieser Erde möglich ist: Sie führt nach innen, ganz zu sich selbst. Herausgekommen ist dabei sein bewegendes neues Album „190352“, eines seiner stilistisch vielfältigsten Werke, eines seiner persönlichsten  – und nichts weniger als eine musikalische Neugeburt.


Denn 40 Jahre, nachdem er mit dem „Hofa“ das Tor zu einer musikalischen Welt aufgestoßen hat, die man später Austropop nennen sollte, schlägt Wolfgang Ambros auf „190352“ verblüffend unerhörte Wege ein –und bleibt dabei doch ganz er selbst.


Es sind die großen Themen, denen sich Wolfgang Ambros auf seinem 27. Studioalbum mit aller nötigen Klarheit widmet: der Geburt und dem Tod, der Liebe und deren Ende, dem Gewissen und der Gier, dem Höhenflug und dem Absturz. Musik wird auf diesem eindrucksvollen Zeugnis des Angekommenen so sorgsam dosiert verabreicht, wie Medizin: Mal genügen Ambros zwei Gitarren, um die karge Schönheit des Ungewissen zu illustrieren, mal ranken sich Cello und Geige um ein mächtiges Schlagzeug, dann wieder regiert pralle Opulenz. Selten zuvor hat der Wegbereiter der österreichischen Popmusik  sich so klar dafür entschieden, dem musikalischen Ausdruck den Vorrang vor glatter Schönheit zu gestatten wie auf diesem Album, das er sich selbst zum 60. Geburtstag schenkt.


Wolfgang Ambros‘ Stimme wetzt sich auf fulminante Weise an den Unwägbarkeiten des Seins.


So unverschämt jung wie auf diesem musikalischen Meilenstein hat er lange nicht mehr geklungen. Die bemerkenswerte Interpretation des Radiohead Songs „No Surprises“ ist ein weiteres Beispiel für Ambros‘ legendäre Coverversionen.  


Wolfgang Ambros‘ neues Studioalbum "„190352"“ wird am 20. April veröffentlicht.


Weitere Infos unter www.wolfgangambros.at.

 

Pressebilder (c) Manfred Baumann

 

Wolfgang Ambros - Das neue Album "190352" - VÖ: 20.04.2012 - Kat.: 88691952482
 
 
Wolfgang Ambros hat die abenteuerlichste Expedition unternommen, die auf dieser Erde möglich ist: Sie führt nach innen, ganz zu sich selbst. Auf seinen ersten Album mit neuen, eigenen Songs seit 2006 hat sich Wolfgang Ambros gehäutet, wie es nur ein Mann vermag, der über Jahrzehnte hinweg sowohl die Gewänder der Könige getragen hat, als auch die Lumpen der Ausgestoßenen. Und schon die ersten Zeilen seines neuen Albums „190352“ signalisieren unmissverständlich, wohin die Reise geht: „Was immer auch passiert, es war noch nie zu spät, dass ma zu sich söba findet und auf die Reise geht“, singt der Wegbereiter der österreichischen Popmusik, der am titelgebenden Datum vor 60 Jahren im niederösterreichischen Wolfsgraben geboren wurde, zu kernig-treibenden Countryklängen. „Geburtstag“ heißt das Lied, das in vielerlei Hinsicht symptomatisch für ein Album ist, das eine musikalische Neugeburt markiert.
 
 
Denn 40 Jahre, nachdem er mit dem „Hofa“ das Tor zu einer musikalischen Welt aufgestoßen hat, die man später Austropop nennen sollte, schlägt Wolfgang Ambros auf „190352“ verblüffend unerhörte Wege ein – und bleibt dabei doch ganz er selbst. Nachdem er auf seinen letzten beiden Alben mit eigenen Songs eher bittere Einsichten formulierte, klingt Ambros auf „190352“ mit sich selbst im Reinen, aber nie anbiedernd positiv, eher so natürlich, als sei das Glück selbst bei ihm eingezogen. „Das mag womöglich mit dem Alter zu tun haben“, sagt Österreichs wirkmächtigster Musiker, „vor allem aber liegt der neue Blickwinkel an meiner neuen Lebenssituation“.
 
 
Seiner Lebenssituation in Gestalt seiner jungen Lebensgefährtin hat Wolfgang Ambros ein bewegendes Liebeslied geschrieben, das zu seinen persönlichsten Stücken überhaupt gehört. Bei aller Innigkeit ist das zart arrangierte „Sie“ mutig im Heute vertäut und verleugnet nie das ungewisse Morgen. Musikalisch noch reduzierter als diese erschütternd ehrliche Liebeserklärung ist „Vier blaue Augen“ geraten, seine liebevolle Hommage an seine Zwillinge. Hier genügen Wolfgang Ambros zwei akustische Gitarren, um ein Maß an Empfindsamkeit zu illustrieren, das selten geworden ist in unserer kühlen Zeit. Dazu erzählt die einfühlsame Pedal-Steel-Gitarre ihre ganz eigene Geschichte vom vorüberwehenden Glück. „Denn nichts im Leben ist für immer“, sagt Wolfgang Ambros, der seine Höhen so intensiv ausgekostet hat und seine Täler so tief durchlitten, wie kaum jemand in diesem Metier.
 
 
Die Pedal-Steel-Gitarre kommt auf „190352“ öfters zu ihrem Recht. Denn sie verkörpert wie kaum ein anderes Instrument die Melancholie des Ungewissen, der Wolfgang Ambros getreu seiner Lebenseinstellung ein eigenes Lied gewidmet hat: „Nie genau“ heißt das Stück, das von den Extremen handelt und davon, dass man nie weiß, welche als nächstes auf einen zurollen. Ein Stück, so gitarrenorientiert wie das ganze Album. Und doch ein Stück mit einer eigenen musikalischen Sprache, ein hart rockender Kracher, in dem sich Wolfgang Ambros‘ Stimme auf fulminante Weise an den Unwägbarkeiten des Seins wetzt. Selten zuvor hat der Sänger sich so klar dafür entschieden, dem musikalischen Ausdruck den Vorrang vor glatter Schönheit zu gestatten wie auf „190352“. Und selten zuvor ist ihm ein stilistisch derart vielfältiges Album gelungen, das dennoch klingt wie aus einem Guss.
 
 
Dazu haben Wolfgang Ambros‘ neue Verbündete entscheidend beigetragen: Der erfahrene Musiker hat für „190352“ bei sich zu Hause in Tirol und in Wien mit einem jungen Produzentenduo zusammengearbeitet und den beiden Arrangeuren seiner Ideen freie Hand gelassen: Markus Gartner und Roland Vogl, der Ambros seit Jahren als Backliner begleitet, und der nun neben seiner Kreativität und seinem gefühlvollen Gitarrenspiel auch einige eigene Lieder zu „190352“ beigesteuert hat. Das musikalisch vielleicht gewagteste: der Song „Die Wolkn“, der den Geist von Wolfgang-Ambros‘ siebziger-Jahre-Hit „Schaffnerlos“ schonungslos ins Jahr 2012 transferiert. Die Ausweglosigkeit des aussortierten Arbeiters wird hier von einem Cello und einer Geige nachempfunden, die kühn ein mächtiges Schlagzeug umranken. Dann erst setzt die Band ein, schwitzend, hadernd klingen die versierten Musiker, die das Produzentenduo ausgesucht hat: „Das ist auch eine Erkenntnis des Älterwerdens – nicht dauernd zu glauben, dass ich immer alles besser weiß“, sagt Wolfgang Ambros. Sein beschwörender, um Menschlichkeit ringender Gesang macht auch aus diesem musikalischen Experiment einen soghaften Wolfgang-Ambros-Song.
 
 
Er ist ja immer ein Meister darin gewesen, sich Lieder anzueignen, sie zu den seinen zu machen, sie mit jenem ungewaschenen Maß an Gefühl auszustatten, das unabdingbar ist für einen echten Wolfgang-Ambros-Song. Auf „190352“ gelingt ihm dieses Kunststück besonders anrührend bei seiner Wienerischen Adaption des Randy VanWarmer-Klassikers „Just when I needed you most“, eines seiner persönlichen Lieblingslieder. Sein „Ausg’lacht“ ist mehr als eine Coverversion: Es ist gleichzeitig eine Hommage an einen der unterschätztesten amerikanischen Songwriter und ein bewegendes, sparsam instrumentiertes und stimmig in sich ruhendes Ambros-Statement bezüglich der Verletzungen, die Menschen imstande sind, einander zuzufügen. Wobei Ambros nicht Ambros wäre, würde er nicht ein Maß an künstlerischer Freiheit beanspruchen, das anderen leicht zum Verhängnis werden könnte: Den beiden Strophen des amerikanischen Originals hat er eine eigene, überraschende dritte hinzugefügt, „damit sich die Traurigkeit ein bisschen relativiert“, wie er sagt.
 
 
Es ist eine der Stärken von „190352“, dass Musik so sorgsam dosiert verabreicht wird, wie Medizin. Während „Ausg’lacht“ mit akustischen Gitarren und behutsam hingetupfter Perkussion gerade in seiner Kargheit leuchtet, besticht das epische Stück „Kapitän“ mit ungebremster Opulenz. Während die verhangen instrumentierte Radiohead-Adaption „Ka Überraschung“ dem Überdruss eines Lebensmüden mit psychedelisch anmutenden Klangbildern bedrückend nahe kommt, wartet die hintersinnige Affären-Nummer „Geh zurück zu deinem Mann“ einerseits mit groovenden Schlagzeug-und-Bass-Gewittern auf – und andererseits mit einer überschwänglich wimmernden Gitarre, die an George Harrisons Wirken bei den Traveling Willburys erinnert. Und immer wieder: vor Schönheit geradezu berstender, perfekt in die Songs eingebetteter Chorgesang.
 
 
Vielleicht ist es bezeichnend, dass ein ganz besonders Lied auf diesem Meilenstein „190352“ ohne die fulminanten Hintergrundstimmen auskommt: Peter Koller und Günter Dzikowski haben gemeinsam Georg Danzers beinahe verschollenes Textjuwel „Regenbogen“ vertont, und Wolfgang Ambros erweckt die Sehnsüchte seines verstorbenen Freundes mit einer Leidenschaft zum Leben, die an Trance grenzt. Ergreifend, wie sich Ambros mit Danzers Worten gegen den Tod stemmt: „Amoi do hast’s fuatgeh, oba jetzt bin i no da“, heißt es in diesem Lied, das vor langer Zeit von einem Motorradunfall inspiriert worden ist.
 
 
Es sind die großen Themen, denen sich Wolfgang Ambros auf seinem 27. Studioalbum mit aller nötigen Klarheit widmet: der Geburt und dem Tod, der Liebe und deren Ende, dem Gewissen und der Gier, dem Höhenflug und dem Absturz. Und schließlich: seiner eigenen Rolle in dieser seltsamen Welt. Im Lied „Der Brandberg“, seiner eigenwilligen Betrachtung der bevorzugten Aussichtsplattform seiner Kindheit, singt er zu beinahe nackten Gitarrenakkorden: „I woa und bin ein Alien“. Sein neues Album wird an dieser Wahrnehmung nichts ändern. Zum Glück nicht. Denn mit „190352“ unterstreicht Wolfgang Ambros auf beglückend eigensinnige Weise seine Einzigartigkeit in einem Meer der Angepassten. So unverschämt jung hat er lange nicht mehr geklungen. Und das Kunststück, diese zeitlose Jugend aus 60 Jahren Lebenserfahrung zu saugen, gelingt wohl tatsächlich nur Außerirdischen. Oder Wolfgang Ambros.
 
 
 

Quelle: MCS-Marketing - 19.04.2012

 

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