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DONATO PLÖGERT - "DOLL WAT LOS ... um die Ecke von Berlin" |
| Posted by admin (admin) on 31.12.2007 at 10:58 |
DONATO PLÖGERT - "DOLL WAT LOS ... um die Ecke von Berlin"
VÖ: 23.09.2007 bei DONATO PLÖGERT MUSIK - LC 14029
Bestellungen über: http://www.donatoploegert-fanpage.de oder per Mail unter: info@donato-ploegert-entertainment.de
Die Trackliste:
01. Det Abenteuer is gleich um die Ecke - 3:28
02. Spät jefund'n (Bei mir im Kiez is doll wat los...) - 3:06
03. Die Frau von über Dir (Hallo, lieber Nachbar...) - 3:53
04. Herz im Kopp - 4:15
05. Am Samstach jeht se ins Café Keese - 3:01
06. Die Zeit reichte nich mehr - 5:36
07. Sylvia - 1:44
08. Wenn die Berliner campen - 4:01
09. Vaterns Hand - 3:34
10. Die Neumanns sind im Anmarsch - 4:00
11. Im Jrunewald zu zweet alleen - 2:19
12. Ick werd doch übermorg'n erst sechs - 3:13
13. Monika - 4:20
14. Unsre Oma - 5:30
15. Wo soll ick nu hin? - 4:22
16. Hildchen (Deine Rosen hatten Sommersprossen) - 5:21
17. Nächstenliebe - 2:36
18. Strassen von Berlin - 2:53
19. Man ist nie zu alt um jung zu sein - 2:55
Hörproben zu allen Liedern gibt es unter www.donatoploegert-fanpage.de
Der Titel von Donato Plögerts neuem CD-Album spricht in jeder Beziehung für sich, denn in all den darauf vorhandenen Liedern ist eben tatsächlich "DOLL WAT LOS".
Es ist ihm wieder einmal gelungen in und mit seinen größtenteils selbst geschriebenen Songs die verschiedensten Facetten des Lebens und der menschlichen Gefühlswelt einzufangen. Schnell wird dem Hörer deutlich, dass er sich in so manchem der Abenteuer, die der Künstler musikalisch "um die Ecke von Berlin" schildert, selbst wieder finden kann.
So erzählt er schmunzelnd von Babette, die sich jeden Samstag aufbrezelt, um dann im "Café Keese" auf Männerfang zu gehen, von seiner Möchtegern- Freundin "Monika", oder von der praktizierten "Nächstenliebe" einer vermeintlichen Nonne, die ein unerwartetes Ende findet. Auch "Spät jefund'n", ein Lied über ein nicht mehr ganz so junge Liebespaar, das sich trotz aller Lästereien von Nachbarn und Enkeln nicht davon abhalten lässt, im Park in aller Öffentlichkeit Händchen zu halten und zu knutschen, endet mit einer unerwarteten Pointe, bei der der Künstler stets die Lacher auf seiner Seite hat.
Nachdenkliche Töne stimmt er mit "Die Frau von über Dir (Hallo, lieber Nachbar...)" an, ein zu Herzen gehendes Lied über die Einsamkeit älterer Menschen und dem Wunsch nach Gesellschaft. Auch die Lebensgeschichte eines Ehepaares "Die Zeit reichte nich' mehr" setzt sich mit der Unfähigkeit mancher Menschen auseinander, der Schnelllebigkeit der heutigen Zeit ein Schnippchen zu schlagen.
Bewegend ist Plögerts in Musik umgesetzte Geschichte eines alten Mannes und seiner Ängste vor dem Umzug in ein Altersheim, die er in "Wo soll ick nu hin" besingt. Schon dieses Lied allein wäre Beweis genug, dass der Künstler Themen interpretiert, die von unserer Gesellschaft ansonsten lieber verschwiegen werden. Doch geht er mit "Ich werd doch übermorg'n erst sechs" sogar noch einen Schritt weiter und lässt ein HIV-positives Kind von seinem KITA-Alltag und der Ablehnung durch die Gesellschaft erzählen. In dem einfühlsamen und leisen "Vaterns Hand" zeigt er die lebenslangen Folgen einer Frau nach einem sexuellem Missbrauch als Kind auf.
Kaum ein anderer Künstler wagt sich an Themen dieser Art heran, doch setzt Donato Plögert mit seinem wohl bisher reifsten CD-.Album dessen Hörer ganz bewusst einem ständigen Wechselbad der Gefühle aus und so folgen nach ernsten und nachdenklichen Liedern auch immer wieder amüsante und beschwingte Geschichten.
Er nimmt sein Publikum in "Wenn die Berliner campen" mit in einen Katastrophen-Campingurlaub, berichtet genervt von dem stets unangekündigten Besuch der "Neumanns", die immer im unpassendsten Augenblick "im Anmarsch sind" und bringt uns mit "Sylvia" ein äußerst ungewöhnliches Objekt schwärmerischer Begierde zu Gehör, bevor er mit "Herz im Kopp" ein mehr als persönliches Lied über seine Gefühlswelt präsentiert.
Das schmunzelig-melancholische Chanson "Unsere Oma" setzt sicherlich allen Omis dieser Welt ein gebührendes Denkmal, wenn sich der Autor an ihren stets piekenden Damenbart und ihre übergroße Liebe zu ihrem Enkel erinnert.
Nicht unerwähnt bleiben darf natürlich das jazzige "Hildchen, deine Rosen haben Sommersprossen" des Berliner Entertainers persönliche Hommage an Hildegard Knef, in der das bewegte Leben dieser großen und unvergessenen Schauspielerin erzählt, die es trotz vieler Widrigkeiten immer wieder zurück nach oben geschafft hat.
Mit den durchgängig in Berliner Mundart gesungenen Liedern dieser CD ist es dem gern als DEN neuen Botschafter Berliner Liedguts bezeichneten Künstler gelungen, nicht nur den Berlinern an sich zu zeigen, wie das heutige Berlin "tickt".
Quelle: Susanne Thiel - DONATO PLÖGERT ENTERTAINMENT (15.11.2007)
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