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EAV - "Amore XXL" - Das Gold-Album "Amore XL" wird zur Tour eine Nummer größer |
| Posted by admin (admin) on 13.10.2008 at 09:52 |
EAV - "Amore XXL" - Das Gold-Album "Amore XL" wird zur Tour eine Nummer größer
EAV - "Amore XXL" - Die CD ist seit 26.09.2008 im Handel
Nach dem Charterfolg des Studioalbums "Amore XL" gibt es jetzt rechtzeitig zu den Herbstkonzerten (vom 1.10 -11.10) die ultimative "XXL" Version mit fünf zusätzlichen Liveversionen: "Küss die Hand, schöne Frau", "Liebe, Tod und Teufel", "Mein Gott", "Schnippel schnipp", "Der Tod" und "Rindersong".
Ein Muss für jeden Fan - über 74 Minuten geballte EAV!
EAV - Amore XL Tour 2008 (Deutschland)
01.10.08 - Augsburg, Kongresshalle
03.10.08 - Heidenheim, Karl Rau Halle
04.10.08 - Schlier, Konzertzelt
05.10.08 - Weinböhla, Zentralgasthof
06.10.08 - Ingolstadt, Festsaal
07.10.08 - Würzburg, Congress Centrum
08.10.08 - München, Circus Krone
Bei Kartenwünschen bitte melden.
Infos zum Album „Amore XL“ von Andy Zahradnik (Österr. Musikjournalist)
„Amore XL“ – der Titel spricht keine mit einem Refrain versehen, von dem jeder einzelne sich bis heute als Evergreen Bände, er sagt nur klipp und klar:
Freunde, hier geht es um die Liebe. Um die romantische, die durch Obsessionen befeuerte oder die ganz dunkle. Hier wird nichts hinter dem Vorhang gelassen. Kein Konzeptalbum im herkömmlichen Sinn. Die einzige Klammer, die die 20 neuen Songs der EAV zusammenhält, ist Liebe oder das, was der Einzelne für Liebe hält.
Platten der EAV waren zu einem nicht unerheblichen Teil auch stets die programmierten Schenkelklopfer. Die großen Hits allesamt witzig und -Ohrwurm behauptet hat. „Amore XL“ kann mit einigen solchen Gassenhauern aufwarten und diese leben (dafür liebe ich die Herren Textdichter über aller maßen) von ganz bestimmten Textzeilen, die sich unauslöschlich in das Lied legen wie ein Brandzeichen.
Da wäre „BUM BUM“. Es geht um das Hinterteil von Monika und dessen Wirkung auf die Schweizer samt deren Selbsterkenntnis: „Wenn ganz Europa solche Ärsche hat, dann woll’n auch wir in die EU“. Passt, einen besseren Elfmeter kann man nicht auflegen.
Oder „MEI HERRLICH“: Das ist das ehrlichste Lied, welches ich in den vergangenen Jahren gehört habe. Es geht um Schadenfreude und die wohnt wohl in jedem von uns. Richtig gelesen: IN JEDEM VON UNS! Bei dem einen ein bisserl stärker, beim anderen etwas weniger. Ganze TV-Shows, wie das legendäre „Verstehen sie Spaß“, unterhielten Millionen von Menschen dann am besten, wenn jemand fest verarscht wurde. In „MEI HERRLICH“ heißt es: „Mei is des herrlich, mei ist des schön, wenn einem anderen was passiert und i darf daneben stehen“. Punktlandung. Der Song hat das Zeug zum Hit, zum klassischen EAV-Kracher, ebenso „AGDALA GU GU“ (der Frosch im Hals verhindert die Annäherung ans andere Geschlecht) oder „SCHNIPPEL SCHNIPP“ (nur die Schönen hat der Herrgott lieb, und die Schönheit bastelt der Chirurg).
Viel zynischer wird’s dann schon bei „100 JAHRE OMAMA“. Es geht ums Erben, aber die Oma denkt nicht daran, den Deckel zuzumachen!
Verblüffung: Richtig romantisch wird diese CD immer wieder. Am Anfang, bis die erste Strophe vorbei ist, ist manches irgendwie überraschend. Man wartet auf die Verarsche, auf den Witz, aber der kommt nicht und schnell wird klar: Hey, die meinen das ernst mit der Liebe. Was auf dieser CD geschieht, ist nicht nur ein weiteres Hitfeuerwerk mit Witz um jeden Preis, sondern vor allem auch das Ablegen eines Bekenntnisses. Und das ist in kurzen Worten so erklärt: „Die Liebe selbst so erlebt, authentisch – die Liebe ist so, wie sie ist und verträgt einfach keinen aufgesetzten Witz, wo er nicht hingehört“.
Huuh, starker Tobak. Ich sehe schon die Bedenkenträger ihre Köpfe schütteln.
Da nimmt sich eine Band, die seit 30 Jahren besteht, die Freiheit heraus, jetzt ihr Ding einfach durch zu ziehen. Spaß dort, wo er hinpasst, aber es gibt Dinge, die sind einfach nicht lustig und werden es auch durch den witzigsten Witz nicht. Entweder sind sie so romantisch, dass es schon fast weh tut („HERZ GESTOHLEN“ oder „FÜR DICH“) oder einfach eine Tatsache („DANN UND WANN“ – ein 80er Jahre Rocksong über Homosexualität). Oder sehr düster: „NAGELBETT“ („mein Nagel ist die Eifersucht, mein Hammer ist die Wut“). Ein Zitat, das über jedes Doppelbett genagelt gehört. „PANGA PANGA“ etwa ist alles andere als lustig. Beschneidung von jungen Frauen, Emanzipation. Und wieder ist so eine Textzeile mit im Spiel, die im Grunde alles perfekt erklärt und keine Fragen offen lässt: „Nicht nur im Reich der Mitte ist die Frau die Dritte. Auch bei uns wird noch kastriert, nur dass die Frau es nicht spürt“. Herr Spitzer, was soll ich sagen? Die persönliche Conclusio: Ihr habt da ein hervorragendes Album hingelegt. Danke, dass der Spaß sich dort entfalten darf, wo er hinpasst, aber nicht zum Terroristen wird. “Amore XL“ ist eine CD der Gegensätze, so wie die Liebe selbst voller Gegensätze steckt. Freude, Schmerz, Lustbarkeit, Zynimus, Kitsch. Alles drin, alles dran. Ich glaube gar nicht, dass diese Gegensätze von euch so bewusst gedrechselt wurden. Ich glaube eher, dass hat sich beim Komponieren so ergeben.
Die Titel waren auf einmal da, sind aus der Feder geronnen und waren zu gut, um sie am Altar der Lustigkeit zu opfern.
„Amore XL“, die Liebe. Klar, die Liebe – und wieder steckt die ganze Wahrheit in einer einzigen eurer Textzeilen: „Amore Me, die Liebe die tut weh. Amore Mo, das war schon immer so“!
Bestellen: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B001EGRR64/sonymusic-21
Weitere Informationen:
www.eav.at
www.ariola.de
Quelle: Tobias Reitz - SONY BMG -30.09.2008
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