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EAV – "Amore XL" - CD 88697168402 – VÖ: 12.10.2007

Posted by admin (admin) on 31.10.2007 at 00:23
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"Amore XL" - Die EAV macht Liebe in Übergöße


EAV – "Amore XL" - CD 88697168402 – VÖ: 12.10.2007


„Amore XL“ – der Titel spricht keine Bände, er sagt nur klipp und klar: Freunde, hier geht es um die Liebe. Um die romantische, die durch Obsessionen befeuerte oder die ganz dunkle. Hier wird nichts hinter dem Vorhang gelassen. Kein Konzeptalbum im herkömmlichen Sinn. Die einzige Klammer, die die 20 neuen Songs der EAV zusammenhält, ist Liebe oder das, was der Einzelne für Liebe hält. „Amore XL“ – das XL steht für groß und viel drin. XXL wäre schon wieder falsch, denn da schwebt schon der Ungeist des fetten Übergewichtes, des Grauslichen mit, also war es schon gut, dass die EAV nicht noch ein zusätzliches X in den Titel gepackt hatte, um die Bedeutung zu heben.


Huuh, starker Tobak. Ich sehe schon die Bedenkenträger ihre Köpfe schütteln. Da nimmt sich eine Band, die seit 30 Jahren besteht, die Freiheit heraus, jetzt ihr Ding einfach durch zu ziehen. Spaß dort, wo er hinpasst, aber es gibt Dinge, die sind einfach nicht lustig und werden es auch durch den witzigsten Witz nicht. Entweder sind sie so romantisch, dass es schon fast weh tut („HERZ GESTOHLEN“ oder „FÜR DICH“) oder einfach eine Tatsache („DANN UND WANN“ – ein 80er Jahre Rocksong über Homosexualität). Oder sehr düster: „NAGELBETT“ („mein Nagel ist die Eifersucht, mein Hammer ist die Wut“). Ein Zitat, das über jedes Doppelbett genagelt gehört. „PANGA PANGA“ etwa ist alles andere als lustig. Beschneidung von jungen Frauen, Emanzipation. Und wieder ist so eine Textzeile mit im Spiel, die im Grunde alles perfekt erklärt und keine Fragen offen lässt: „Nicht nur im Reich der Mitte ist die Frau die Dritte. Auch bei uns wird noch kastriert, nur dass die Frau es nicht spürt“. Die Titel waren auf einmal da, sind aus der Feder geronnen und waren zu gut, um sie am Altar der Lustigkeit zu opfern.


„Amore XL“, die Liebe. Klar, die Liebe – und wieder steckt die ganze Wahrheit in einer einzigen eurer Textzeilen: „Amore Me, die Liebe die tut weh. Amore Mo, das war schon immer so“!   

Andy Zahradnik


 
Die EAV mit viel Amore auf Tour:


02.02.2008 - Erfurt - Alte Oper
03.02.2008 - Berlin - Tempodrom
04.02.2008 - Dessau - Anhaltinisches Theater
05.02.2008 - Halle - Steintor Variete
09.02.2008 - Hamburg - Große Freiheit
10.02.2008 - Osnabrück - Rosenhof
11.02.2008 - Recklinghausen - Paulaner Club
12.02.2008 - Trier - Europahalle
16.02.2008 - Passau - Dreiländerhalle
17.02.2008 - Essenbach - Eskara-Halle
19.02.2008 - Mühldorf - Stadtsaal
20.02.2008 - Bamberg - JAKO Arena
23.02.2008 - Nürnberg - Meistersingerhalle
24.02.2008 - Rosenheim - Kultur- und Kongreßzentrum


01.03.2008 - Stuttgart - Liederhalle
02.03.2008 - Magdeburg - Stadthalle
08.03.2008 - St. Pölten - VAZ
09.03.2008 - Graz - Helmut List Halle
10.03.2008 - Linz - Intersport Arena
11.03.2008 - Salzburg - Arena
15.03.2008 - Villach - Eishalle
17.03.2008 - Innsbruck - Kongresshaus
18.03.2008 - Feldkirch - Stadtsaal
26.03.2008 - Wr.Neustadt - Arena Nova


13.04.2008 - Wien - Stadthalle


17.05.2008 - Görschnitz (bei Bayreuth) - Chapiteau
18.05.2008 - Niedernhausen - Rhein-Main-Theater
31.05.2008 - Günzburg - Marktplatz

 

Linktipps:
www.eav.at
www.ariola.de  
www.insidesonybmg.de   

 

 

„Amore XL“ oder die Ehrlichkeit der reinen Schadenfreude.
Eine Annäherung an die neue CD der EAV


Am Anfang war der Anruf aus München: „Hättest du Lust, den Pressetext zur neuen EAV-CD zu schreiben?“ Klar, hatte ich Lust. Auf die gedrechselten Wortwitzstakkatos der Herren Spitzer und Eberhartinger bin ich immer schon gestanden, viele kann ich auswendig. Aber wie soll das bitte im wirklichen Leben gehen? Ich soll in die neue CD reinhören und mich dazu entsprechend so äußern, dass der Herr Spitzer in der Steiermark sein Werk noch erkennt und sich im besten Fall in dem Pressetext wiederfindet?! Puuhhh…, der Mann ist ein Kunstdichter, der legt die Texte ins Magazin und feuert sie in wohl einzigartiger Weise so in die Musikgeschichte, dass sie unvergessen bleiben und dann komm ich…? Wo ich doch nur zu gut verstehe, dass man um jedes Wort ringen kann. Wenn mir der Spitzer im Text herumfummelt, halte ich das genauso wenig aus wie umgekehrt.


Ich hörte die CD, zog die Augenbrauen hoch, da ich erfreut war, dass nicht wieder die gleiche Leier zum x-ten Male aufgetischt wurde und rief an. Musste anrufen, denn was diese CD so gar nicht braucht, sind die in Journalistenkreisen so gefürchteten Waschzettel von Plattenfirmen.
„Thomas ich muss dich treffen. Lass uns über die CD sprechen. Ich soll schreiben, ich will schreiben, fürchte mich aber vor deinen chirurgischen Eingriffen in meinen Text. Andererseits will ich auch nicht an dir vorbei fabulieren, dazu ist die Achtung in mir zu groß…“.
Herr Spitzer und ich, wir trafen uns und gingen gemeinsam durch das neue Album. Schritt für Schritt, Song für Song, ja fast sogar Textzeile für Textzeile. Es folgte die eine oder andere Erklärung und da wie dort die Bestätigung dafür, dass gar keine vertiefte Erläuterung notwendig ist und der jeweilige Song für sich selbst spricht.


Die folgenden Zeilen sind daher eine Art Gesprächsprotokoll, die Essenz einer Wanderung gemeinsam mit dem Textautor durch die neue CD der EAV:
„Amore XL“ – der Titel spricht keine Bände, er sagt nur klipp und klar:
Freunde, hier geht es um die Liebe. Um die romantische, die durch Obsessionen befeuerte oder die ganz dunkle. Hier wird nichts hinter dem Vorhang gelassen. Kein Konzeptalbum im herkömmlichen Sinn. Die einzige Klammer, die die 20 neuen Songs der EAV zusammenhält, ist Liebe oder das, was der Einzelne für Liebe hält. „Amore XL“ – das XL steht für groß und viel drin. XXL wäre schon wieder falsch, denn da schwebt schon der Ungeist des fetten Übergewichtes, des Grauslichen mit, also war es schon gut, dass die EAV nicht noch ein zusätzliches X in den Titel gepackt hatte, um die Bedeutung zu heben.


Platten der EAV waren zu einem nicht unerheblichen Teil auch stets die programmierten Schenkelklopfer. Die großen Hits allesamt witzig und mit einem Refrain versehen, von dem jeder einzelne sich bis heute als Evergreen-Ohrwurm behauptet hat. „Amore XL“ kann mit einigen solchen Gassenhauern aufwarten und diese leben (dafür liebe ich die Herren Textdichter über aller maßen) von ganz bestimmten Textzeilen, die sich
unauslöschlich in das Lied legen wie ein Brandzeichen.
Da wäre der Track 9, „BUM BUM“. Es geht um das Hinterteil von Monika und dessen Wirkung auf die Schweizer samt deren Selbsterkenntnis: „Wenn ganz Europa solche Ärsche hat, dann woll’n auch wir in die EU“. Passt, einen besseren Elfmeter kann man nicht auflegen.
Oder Track Nummer 18, „MEI HERRLICH“: Das ist das ehrlichste Lied, welches ich in den vergangenen Jahren gehört habe. Es geht um Schadenfreude und die wohnt wohl in jedem von uns. Richtig gelesen: IN JEDEM VON UNS! Bei dem einen ein bisserl stärker, beim anderen etwas weniger. Ganze TV-Shows, wie das legendäre „Verstehen sie Spaß“, unterhielten Millionen von Menschen dann am besten, wenn jemand fest verarscht wurde. In „MEI HERRLICH“ heißt es: „Mei is des herrlich, mei ist des schön, wenn einem anderen was passiert und i darf daneben stehen“.
Punktlandung. Der Song hat das Zeug zum Hit, zum klassischen EAV-Kracher, ebenso „AGDALA GU GU“ (der Frosch im Hals verhindert die Annäherung ans andere Geschlecht) oder „SCHNIPPEL SCHNIPP“ (nur die Schönen hat der Herrgott lieb, und die Schönheit bastelt der Chirurg).
Viel zynischer wird’s dann schon bei „100 JAHRE OMAMA“. Es geht ums Erben, aber die Oma denkt nicht daran, den Deckel zuzumachen! Und da tauchen – wie kleine Inselchen – die „RINDERLEIN“ in der CD auf. Wie Perlen an einer Kette reihen sie sich ab Track 2 bis ins Finale. Die Rinderfreunde in diesen Minis (mit maximal 30 Sekunden) sind international: Schüttelreime und Sodomie.


Das passt zusammen, wenn man den Begriff ‚Amore’ nicht allzu romantisch, sondern als Entladung sieht. Verblüffung. Richtig romantisch wird diese CD immer wieder. Am Anfang, bis die erste Strophe vorbei ist, ist manches irgendwie überraschend. Man wartet auf die Verarsche, auf den Witz, aber der kommt nicht und schnell wird klar: Hey, die meinen das ernst mit der Liebe. Was auf dieser CD geschieht, ist nicht nur ein weiteres Hitfeuerwerk mit Witz um jeden Preis, sondern vor allem auch das Ablegen eines Bekenntnisses. Und das ist in kurzen Worten so erklärt: „Die Liebe selbst so erlebt, authentisch – die Liebe ist so, wie sie ist und verträgt einfach keinen aufgesetzten Witz, wo er nicht hingehört“.


Huuh, starker Tobak. Ich sehe schon die Bedenkenträger ihre Köpfe schütteln. Da nimmt sich eine Band, die seit 30 Jahren besteht, die Freiheit heraus, jetzt ihr Ding einfach durch zu ziehen. Spaß dort, wo er hinpasst, aber es gibt Dinge, die sind einfach nicht lustig und werden es auch durch den witzigsten Witz nicht. Entweder sind sie so romantisch, dass es schon fast weh tut („HERZ GESTOHLEN“ oder „FÜR DICH“) oder einfach eine Tatsache („DANN UND WANN“ – ein 80er Jahre Rocksong über Homosexualität). Oder sehr düster: „NAGELBETT“ („mein Nagel ist die Eifersucht, mein
Hammer ist die Wut“). Ein Zitat, das über jedes Doppelbett genagelt gehört. „PANGA PANGA“ etwa ist alles andere als lustig. Beschneidung von jungen Frauen, Emanzipation. Und wieder ist so eine Textzeile mit im Spiel, die im Grunde alles perfekt erklärt und keine Fragen offen lässt: „Nicht nur im Reich der Mitte ist die Frau die Dritte. Auch bei uns wird noch kastriert, nur dass die Frau es nicht spürt“.


Herr Spitzer, was soll ich sagen? Die persönliche Conclusio: Ihr habt da ein hervorragendes Album hingelegt. Danke, dass der Spaß sich dort entfalten darf, wo er hinpasst, aber nicht zum Terroristen wird. “Amore XL“ ist eine CD der Gegensätze, so wie die Liebe selbst voller Gegensätze steckt. Freude, Schmerz, Lustbarkeit, Zynimus, Kitsch. Alles drin, alles dran. Ich glaube gar nicht, dass diese Gegensätze von euch so bewusst gedrechselt wurden. Ich glaube eher, dass hat sich beim komponieren so ergeben. Die Titel waren auf einmal da, sind aus der Feder geronnen und waren zu gut, um sie am Altar der Lustigkeit zu opfern.


„Amore XL“, die Liebe. Klar, die Liebe – und wieder steckt die ganze Wahrheit in einer einzigen eurer Textzeilen: „Amore Me, die Liebe die tut weh. Amore Mo, das war schon immer so“!
-Andy Zahradnik- (Österr. Musikjounalist)


P.S.: Wussten Sie eigentlich, dass
- die EAV bereits einen World Music Award (1991) erhalten hat?
- Die EAV bereits 1983 erstmals – und danach ständig in der ehemaligen DDR umjubelte Konzerte gab?
- die Truppe bis dato gut zehn Millionen Tonträger verkauft hat?
- Die Masterminds Thomas und Klaus seit 15 Jahren in Kenia ihr Zuhause haben?
- EAV insgesamt 37 x in Edelmetall aufgewogen wurden – allein bei den Alben (4 x Gold in Ö, 3 x Gold in D, 2 x Gold in CH und 24 x Platin in Ö, 2 x Platin in D, 2 x Platin in CH)? Zuletzt bekamen sie Edelmetall für ihr Comeback-Album „100 Jahre EAV“.
- das Video zu „Bankrobbery“ (engl. Version des „Ba-Ba-Banküberfalls“) in Großbritannien zum schlechtesten Clip des Jahres 1986 gewählt wurde?
- In Österreich nicht einmal Michael Jackson, die Beatles oder gar Mozart so viele Tonträger verkauft haben wie die EAV?


Die AMORE XL-Tournee 2008!
Mehr Informationen unter: www.eav.at oder www.ariola.de
Erhältlich als Standard-Version und Premium-Edition in streng limitierter Auflage (Digipack,Wackelbild & Bonustracks) - VÖ: 12.10.07


Deutschland:
Mi. 30.01. STUTTGART/Liederhalle
Sa. 02.02. ERFURT/Alte Oper
So. 03.02. BERLIN/Tempodrom
Mo. 04.02. DESSAU/Anhaltisches Theater
Di. 05.02. HALLE/Steintor Variete
Sa. 09.02. HAMBURG/Große Freiheit
So. 10.02. OSNABRÜCK/Rosenhof
Mo. 1 1 .02. RECKLINGHAUSEN/Paulaner
Di. 12.02. TRIER/Europahalle
Mi. 13.02. CH-ZÜRICH/Volkshaus
Sa. 1 6.02. PASSAU/Dreiländerhalle
So. 17.02. ESSENBACH/Eskara Halle
Di. 1 9.02. MÜHLDORF/Stadthalle
Mi. 20.02. BAMBERG/Jako Arena
Sa. 23.02. NÜRNBERG/Meistersingerhalle
So. 24.02. ROSENHEIM/Stadthalle
So. 02.03. MAGDEBURG/Stadthalle
Sa. 1 7.05. GÖRSCHNITZ/Chapiteau
So. 1 8.05. NIEDERNHAUSEN/ Rhein Main Theater
Weitere Termine folgen - Terminänderungen möglich! Aktuelle Infos unter www.helloconcerts.de - Tel.: +49 (0) 821-154027


Österreich:
08.03. ST. PÖLTEN/VAZ
09.03. GRAZ/Helmut List Halle
10.03. LINZ/Intersportarena
1 1.03. SALZBURG/Arena
15.03. VILLACH/Eishalle
17.03. INNSBRUCK/Kongresshaus
18.03. FELDKIRCH/Stadtsaal
26.03. WIENER NEUSTADT/Arena Nova
13.04. WIEN/Wiener Stadthalle
Weitere Termine folgen - Terminänderungen möglich! Tickets unter www.ticketpro.at - Tel.: 43 (0) 1 2348899
Tour-Booking Österreich: Austrian Entertainment GmbH - office@austrianentertainment.at

 

Quelle: Tobias Reitz - SONY BMG (11.10.2007)

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